Die Costarella ist eine der typischsten Straßen von Numana. Ganz aus Stufen bestehend wohnten an ihr einst Fischer, die täglich diese eindrucksvolle Treppe hinauf- und hinabsteigen, um sich zum Hafen zu begeben.
Der Schriftsteller Cesare Romiti sprach in seinem Buch "Guida ricordo di Numana" (1927) folgendermaßen über die "Costarella" :
“….aber an einer gewissen Stelle der Via Umberto (heute Via Roma) zweigen zwei Straßen ab, eine nach links, die zum Strand führt, an dem die Besucher von Numana Alta zum Baden gehen und der mit dem Namen von Strand von S.Lazzaro, oder im Volksmund mit dem von Spiaggiuola bekannt; die andere nach rechts zwischen einer Doppelreihe von kleinen Häuschen, die offiziell den Namen Via della marina erhält, aber die keiner so nennt, weil diese sehr steile Straße, dieser unwahrscheinliche Weg, wie Vico d’Arisbo sie nannte, die an gewissen Stellen eine Neigung von 24 oder 25% erreicht, von allen mit dem ziemlich beschönigenden Namen Costarella genannt und mit diesem bekannt ist.”
Ein Spaziergang auf der Costarella ist gleichbedeutend mit dem Eintauchen in eine ferne Vergangenheit. Die mit dem typischen Stein des Conero gebauten Häuser versetzen uns in eine Zeit, in der die Steinbruchtätigkeit eine der wichtigsten Tätigkeiten des Conero war.
In Numana und in der Gegend des Vorgebirges des Conero können heute wunderschöne Gebäude bewundert werden; wie der Archäologe Simone Sasso schreibt, handelt es sich hierbei um “Villen, aber auch um Bauernhäuser, die heute zum Großteil restauriert wurden und die die äußerst grünen Fußhänge des Bergs sowohl nach Ancona als auch auf dem Hang, der von Sirolo bis zum Küstenstreifen von Numana hinunter führt, mit weißem Kalk durchsetzen.
Der Stein des Conero wurde bis vor kurzer Zeit (die Schließung der letzten Steinbrüche geht auf die zweite Hälfte der 60-er Jahre zurück) sowohl als Vollendungselement von Gebäuden als auch für Einzäunungs- und Stützmauern eingesetzt und wurde auch in einigen um die 50-er Jahre in Ancona, im Stadtteil Passetto, errichteten Häuserblöcken zum Erkennungsmerkmal”.
(aus dem Buch von Simone Sasso: "La cava romana del Conero: una testimonianza dell' attività estrattiva".
von Dr. Davide Drenaggi gesammelte Texte